LEBEN IN GEFANGENSCHAFT
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Ein Unglück kommt selten alleine

Käse und brot oder auto und....
Käse und brot oder auto und....

 

 

 

Erschreckend als wir am Krankenbett ankamen. Vollkommen bleich und ziemlich weggetreten lag er auf einem für ihn fiel zu kleinen Schragen. Wenn man bedenkt das mein Vater 1.98 m gross ist und gar nicht etwa ein Sprenkel darstellt, kann man sich das eventuell vorstellen, wie ein Laib Käse der auf einer schnitte Brot liegt, oder wenn sie in ein zu kleinew Auto einsteigen müssen.

Nein Spass bei seihte, die kurzen Momente die er wach wahr, beklagte er sich andauernd das er einen Krampf in den Füssen habe, oder das er kein Gefühl mehr habe in den Beinen. Kein wunder denn es stockte ihm ja regelrecht das Blut ab in den Beinen. Sprach man die Schwestern darauf an, meinten sie das er nachher auf Station verlegt würde und dort seien normal Grosse Betten. Also, versuchte ich seine Beine wenigstens ein bisschen zu polstern und seinem Unbehagen etwas Abhilfe zu schaffen.

Das allerbeste jedoch wahr, das im selben Raum, stellen sie sich eine Notaufnahme vor, ca. 30 Betten und alle nur durch eine Gardine getrennt und hinter jeder Gardine ein Schicksal grösser als das andere. Und zwischen all den zum Teil schwerkranken Menschen, lümmelte ein Sturz besoffener Südländer umher und beanspruchte Nerven und Kräfte aller Ärzte und Schwestern. Wenn er wider an unserer Kabine vorbei torkelte, musste man Angst haben, das er mit samt der Raumtrennung auch noch auf der doch jetzt schon zu kleinen liege meines Vaters landen würde.

besoffen im spital
besoffen im spital

Nach Aussage der Ärzte müssten sie diese Person aufnehmen, das sei eine Lücke, wer für so einen Menschen verantwortlich sei. Wenn sie den Kerl doch wenigstens in einen anderen Raum gesteckt hätten, aber die Notaufnahme war halt eben hier, und dies schien ein Notfall zu sein. Ungefähr um drei Uhr morgens, als sich alles etwas beruhigt hatte und wir merkten das mein Vater trotz seiner unbequemen Lage etwas schlafen wollte, machten wir uns auf den Heimweg. Wir setzten uns zu Hause zusammen hin, tranken noch ein Glas Wein und liessen das ganze sacken. Nach dem wir uns für den Morgen verabredet hatten, machte ich mich mit dem kleinen Hund meiner Eltern auf den Heimweg, besser gesagt auf den Weg in unsere Hütte. Ich wahr so müde und durcheinander, das ich mich tatsächlich zwei mal verfuhr, bis ich dann völlig erschöpft in dieser abgeschiedenen Ruhe ankam.

Meine bessere Hälfte schlief schon, und nach den Überresten auf dem Tisch zufolge hatte er es auch nötig.

Nach dem ich meine Tabletten und meine Taschenlampe in unserem Zimmer holen wollte, eine Nase voll nahm von den Abgasen die Josef ausstiess sprich Alkohol Fahne, war ich unsagbar froh das ich den kleinen Hund meiner Eltern bei mir hatte und somit eine Ausrede hatte, im Wohnwagen meiner Eltern zu schlafen, der hinter der Hütte platziert ist.

Es ergaben sich nur drei stunden Schlaf in denen ich sehr tief geschlafen habe, dann jedoch erschrak ich, weil ich doch mit meiner Mutter besprochen hatte, mit ihr zusammen einen Besuch zu machen im Spital. Ich schlürfte also meinen heissen Kaffe zog mich gleichzeitig an und erwartete sehnsüchtig eine meiner Téchter, den sie sollte mir meine Schuhe bringen. Ich konnte ja nicht wieder Bahrfuss nach Bern fahren. Würde sich wohl nicht so gut machen.

Da ich mit meiner Tochter telefonisch auch mit meinem Partner besprochen hatte, das wir nach hause gehen sollten, versuchte ich noch möglichst viel zu Packen denn ich wusste ja das er nach seinem Jass im Dorf, bestimmt nicht in der Lage wahr alles perfekt ein zu packen und ich wollte die durch Wühlerei die er dann veranstalten würde auch nicht.

Bis meine Tochter eintraf hatte ich es tatsächlich geschafft bis auf den Gas Kühlschrank alles in Rucksäcke zu verstauen somit musste meine Tochter nur noch den Abwasch bewältigen und etwas Ordnung in die Hütte bringen.

Um zehn Uhr war ich wieder bei meiner Mutter. Sie sah sichtlich erschöpft aus, man sah Ihr an, das sie nicht gut geschlafen hatte.

Sie hatte sich inzwischen im Spital erkundigt und es hatte sich heraus gestellt, das meines Vaters Zusammenbruch „ nur „ eine Unterzuckerung sei. Durch diese Unterzuckerung jedoch seine Nierenwerte erheblich schlechter geworden seien.

Trotz alledem machten wir uns denn auch auf den Weg ins Spital. Er sah erheblich besser aus, und vor allem konnte man mit ihm normal sprechen. Das wahr am For Abend doch ziemlich beängstigend.

Er habe Hunger und habe erst ein Zwieback bekommen und sonst noch so einiges hatte er zu Wettern. Ich dachte für mich, wenn er auf seine ruppige jedoch liebliche Art vor sich hin wettert, weis man doch wenigstens das es ihm nicht so schlecht geht.

Auch wenn man ihn beobachtete wie er mit den Schwestern scherzte, konnte jeder froh sein, dass das ganze so glimpflich abgelaufen wahr.

Ich habe meine Mutter nach dem Besuch zu einem Essen eingeladen und das hatte sie sichtlich genossen.

Wir verlegten den Besuch am nächsten Tag auf den Nachmittag, denn mein Vater erledigte ja sonst sämtliche, Einkäufe und auch was mit der Post zu erledigen wahr. Nicht falsch verstehen, meine Mutter ist ein Finanz Genie und mein Vater erledigte die Boten Gänge.

So verliefen die Tage, bis an jenem Tag, als sich vieles ändern sollte.