LEBEN IN GEFANGENSCHAFT
LEBEN IN GEFANGENSCHAFT

GEFANGENSCHAFT IN DER NACHT!!

Doppelte Gefangenschaft??
Doppelte Gefangenschaft??

Am späten Nachmittag klingelte mein Natel. Auf dem Display erkannte ich die Nummer von Josef. Ich wollte den Streit nicht schüren wusste aber, bevor ich den Anruf entgegen nahm, das ich mich bestimmt auf keine Versöhnung einlassen würde. Nur schon die gestrige Nacht hatte mir gezeigt, das ich in schwierigen Situationen so oder so alleine sein würde, was bräuchte ich dann noch einen Mann am Bein?

Mit zittrigen Händen nahm ich den Anruf also entgegen. Irgendwie friedlich aber schon wieder benebelt meinte er: „das wahr ein schlimmes Unwetter, ich habe es im Radio gehört.“

„Ja wir hatten Hochwasser“:

Da meinte er, „braucht ihr meine Hilfe?“

„Nein jetzt ist das Unwetter ja vorbei, aber wenn du meinst du hättest Dinge im Keller die du der Versicherung angeben musst, dann solltest du dich, bei deiner Schadens- Versicherung melden, denn der ganze Keller stand unter Wasser!“ „Ja gut.“ Das war alles. An seinem Gespräch an, hatte ich das Gefühl, als wolle er zurück krebsen, doch als er an meinen kühlen Worten anmerken musste das es bei mir kein zurück mehr gab änderte sich auch sein Verhallten. Ab dem Zeitpunkt wurde er wider so arrogant und überheblich wie ich mich das in letzter Zeit bei ihm gewohnt war. Besonders, wenn er genug getrunken hatte.

Jetzt fing wider die zeit der Angst an. Denn ich rechnete jetzt ganz stark damit, dass er nach Hause kam, um zu schauen wie schlimm das ganze wahr. Und dann kam noch dazu, das er sich bei seinen Kollegen und in der Beiz ja nicht in Szene setzen konnte, wenn er nicht selber hier wahr. Und das wahr doch sein liebstes, wenn alle bedauern und Bewunderung für ihn hatten. Nur wenn er selber gesehen hatte wie es wirklich aussah, konnte er erzählen wie ER, Arbeit hatte wegen des Unwetters.

Monika und ich wahren wider so weit bei jedem Auto sprangen wir an das Fenster und vergewisserten uns das er das nicht war. Erst spät in der Nacht, kamen meine Nerven wider etwas zur Ruhe. Monika schloss sich sicherheitshalber im Zimmer ein, sie hatte das Gefühl das er alle Schuld ihr geben würde und somit auch sie am meisten zu befürchten hatte.

Doch es kam niemand. Die nächsten tage verbrachten wir mit Packen Wohnungssuche und Gesprächen mit den Ämtern. Schon Sechs tage wahren wir alleine.

Alls ich unserer Hausbesitzerin mitteilen wollte das ich ausziehen müsse, weinte sie und meinte ich soll doch bleiben sie hätte bedenken bei Josef. Ich sagte ihr mit nach Druck, das sie besser dran sei, wenn er in ihrem Haus bleibe, denn ich mit meiner Gesundheit könne ihr nicht sagen woher ich meinen Lebensunterhalt bekommen könne und er als ganz bestimmt nicht armer Mann, bezahle die Miete hundert Prozent immer pünktlich. Denn wenn er in irgend etwas peinlichst genau wahr, dann war es, das er bei Fremden, nicht einen Tag in Zahlungsrückstand stehen wollte. Das meiste was mit Zahlungen zu tun hatte, erledigte zwar seine „Sekeeritärin“ (Ehefrau)aber schuldete er einem Kollegen etwas dann musste das auf der Stelle in Ordnung kommen und wenn er dafür hunderte von Kilometer fahren musste. So war er ja anfangs auch mir gegenüber aber eben anfangs. Da war er noch so liebenswürdig zuvorkommend einfach ein richtig toller Mann. Ein Gentlehmen, wie ihn sich jede Frau wünscht. Da wurde mir noch die Türe aufgehalten, nicht nur wenn es ein Kollege oder irgend welche Personen sahen. Ein Mann der mir jede Woche eine kleine Aufmerksamkeit nachhause brachte und wenn es nur eine Verzierung für den Blumentopf im Wohnzimmer wahr, ich erinnere mich noch gut an einen Porzellan Frosch den ich an ten Topf hängen konnte. Das grösste, wahren über hundert Rosen. Ich wusste nicht, wo ich sie hinstellen sollte und am Tag darauf, mussten wir alle auf die Terrasse stellen, weil es einem, den Atem nahm, so stark roch es nach der Blumenpracht.

Ach, wie habe ich diesen Mann geliebt.

Ganz am Schluss, erklärte die Hausbesitzerin noch, das Josef sie angerufen hätte und nur gefragt hätte ob sie auch Hochwasser gehabt hätten und das er in Italien sei. Ein paar Tage Ferien. In wie weit ich das glauben konnte, das wusste ich nicht und es war mir auch egal.

Er hatte da unten, eine Ex Freundin, der er nach Aussage meines Sohnes immer dann angerufen hatte, wenn ich auf Arbeit war. Eventuell war er ja bei ihr. Diese Frau hatte er ja auch schon zu uns eingeladen und mir erzählt das er sich vor Jahren entscheiden musste, für diese Frau und nach Italien ziehen, oder die Frau gehen lassen und in der Schweiz bleiben. Er habe sie sehr geliebt, aber seine Arbeit einfach wegwerfen sein Geschäft das er mit eigenen Händen aufgebaut hatte, das wollte er nicht.

Also, eine liebe die sie vielleicht beide noch nicht verwunden hatten?

Dieses Gespräch auf jedenfalls, führte Josef mit ihr vor drei tagen, und ca. sechs Tage hatte ich auch nichts mehr von ihm gehört. Aber auch das Wissen das er nicht in der Schweiz war, brachte mir noch keine Ruhe. Erst wenn ich weg wahr von hier. Und das durfte nur noch vierundzwanzig Tage dauern denn dann wahren die Ferien von Justin zuende und ich musste einen neuen Schulplatz für ihn haben.

Endlich am nächsten Tag, schien schon am Morgen früh die Sonne. Ich fing schon um sechs Uhr morgens an die Keller aus zu räumen. Meine Schmerzen brachten mich um den Verstand aber  jetzt musste alles an die Sonne um zu trocknen. Jede Schachtel der kleinste Behälter musste jetzt an der sonne ausgebreitet werden. Alles was nicht akribisch ausgelegt wurde, würde anfangen zu schimmeln. Nur so konnte ich eventuell noch einiges retten. Diese Erfahrungen hatte ich schon einmal gemacht, als die Pacht meiner Eltern gebrannt hatte. Es stank jetzt schon zum Teil nach vergrautem und irgendwie nach Benzin oder so irgend etwas. Die Abfallberge stiegen und stiegen. Viele Sachen, die mir gehörten, musste man wegwerfen. Einiges jedoch trockneten und wuschen wir mit einer Hingabe und mühe, immer mit dem Hintergedanken, das einiges Geld bringen würde, wenn man es auf dem Flomarkt verkaufen könnte. Was sich später als ein Trugschluss zeigen sollte. Drei tage lang sortierten wir wendeten alles etliche mahle an der Sonne und stellten alles wider unter, wenn wir dachten das es zu Regnen anfangen könnte.

Dann diese Berge von Müll. Wie um Himmelswillen sollte ich diese entsorgen?

Ich hatte ja keinen Zugang zu irgendwelchen Versicherungen, da wir nicht verheiratet wahren, und das würde wohl in einen recht Grossen Betrag gehen, wenn man das in die Verbrennung bringen musste.

Zeitweise dachte ich, mich würde meine Krafft verlassen. Nicht gerade hilfreich wahren bestimmt meine starken Medikamente aber in solchen Situationen, wahr ich schon immer ein Kämpfer, also würde ich auch das überstehen.

Da es im Verlaufe der Zeit, immer klarer wurde, das wir so auf die schnelle keine Wohnung finden würden, entschieden wir uns, dass Justin vorübergehend zu meinen Eltern ziehen sollte. Obwohl er einmal meinte er wolle zu seinem Vater, was ich nicht einfach so befürworten konnte, denn auch dieser musste ja Arbeiten, und ,,Zürich." Bis dahin war er immer in ländlichen gegenden aufgewachsen, ich wollte einfach meine bis dahin gute Erziehung, nicht wegen meiner Misslichen Lage riskieren. Dann hatte er die Idee, das er doch arbeiten könnte, das käme doch uns allen zu gute. Ich musste in ziemlich überreden noch ein Jahr zur Schule zu gehen. Ich wusste einfach wie schwer es sein würde, wenn er ein Jahr einen guten verdienst haben würde, dann in der Lehre einen kleinen Lehrlings Lohn haben würde. Ich wusste das es dann fiel schneller passieren könnte, das er seine Ausbildung auf den Haufen werfen würde, mit der Ausrede oder dem Gedanken, dass er mehr verdienen würde.

So kam etwas Ruhe in das ganze Justin hatte seinen Platz und Monika und ich würden Notbehelfs mässig in unsere Waldhütte ziehen, da wir wussten das wir da alle unsere Tiere mitnehmen konnten. Es würde für uns bestimmt schwieriger in dieser Not Unterkunft, da es da weder Wasser im Schopf noch Strom gab, also nur Camping Klo keine Dusche Taschenlampen ausser an eineigen Orten auch Solar aber Kühlschrank wie kochen auf Gas, oder draussen auf dem Grill.

Also packen und packen was das Zeug hält. Nur raus hier!!

Etwa um 16.00 Uhr kam der Anruf, der alles übertreffen sollte, der mir die Beine unter den Füssen weg zog. Jetzt wusste ich, wirklich nicht mehr, wie ich mich auf den Füssen hallten sollte, aber das ist ja erst der Anfang dieser Geschichte, es sollte ja noch schlimmer kommen.

Mein Handy klingelte und auf dem Display stellte ich erschreckt, den nahmen von Josef fest.

„ Hallo, ich komme heute nach Hause, das könnt ihr mir nicht zumuten, das ich noch länger in der Hütte bleibe. Ich wusste ja schon längst, das er in Italien wahr, während wir hier eine Katastrophe nach der anderen hatten und er sich ja wieder einmal um nichts gekümmert hatte.

In mir stieg Wut Angst und Panik auf. Ich wusste das ich mich zusammen reisen musste, wegen der Kinder. In meiner Angst, rief ich jede Behörde an und hoffte auf Hilfe aber da war nichts zu erwarten. Ich könne der Polizei telefonieren, aber das half mir jetzt auch nichts, jenes wusste ich selber, Ich konnte aber nicht riskieren auf dem Haus, dieser Miete sitzen zu bleiben.

Ich hatte mein Matratzenlager in dem Hausteil, wo mehrheitlich Baustelle wahr ja schon bezogen somit hiess es, wenn er sich hier aufhielt, sich in diesen Raum zurückziehen und arbeiten, wenn er weg wahr.

Ich weis nicht ob du das Gefühl kennst, wenn es den Anschein gibt, das dein Magen sich auflöst, als ob du eine Bombe in der Magengegend hättest. Genau so fühlte ich mich. Machtlos verlassen und ausgenutzt.

Schon bald fuhr er auch vor. Ich hielt mich in der Küche auf ich wollte ihn nicht reizen und dachte eigentlich das er irgend etwas zu sagen hätte. Nein er kam rein, schnappte sich seine Weinflasche seinen Aschenbecher und setzte sich ins Wohnzimmer und dann hop, gib ihm. Jedes Mahl, wenn ich in seinen Blickwinkel kam versuchte er wider einen Streit an zu Zetteln. Also verzog ich mich auf meine Matratze, und nahm mir auch vor, die restliche Zeit solchen Begegnungen nur noch aus zu weichen. Monika zeigte sich so wieso  nicht und Justin wahr es ja seit Jahren gewohnt sich auf seinem Zimmer, auf zuhallten. Nach einer Weile natürlich erst als er wieder genug getrunken hatte, fing er laut Hals an zu Telefonieren. Da kamen Sprüche von wegen er habe wegen mir zehn Kilo abgenommen. Es wäre eine Schande, wie ich ihn behandle, zehn Jahre habe ich ihn ausgenutzt und jetzt, habe der Moor seine Arbeit getan. Da müsse ein anderer dahinter stecken sonst gäbe es bestimmt keine gründe. Das alle erzählte er in einer solchen Lautstärke das ich es und meine kinder bestimmt mithören musste.

Ich lag da auf meiner Matratze und mein ganzer Körper bibberte. Ich konnte einfach nicht mehr. Wenn ich eines in meinem Leben hasste, dann wenn ich zu unrecht schlecht hin gestellt wurde und mich nicht verteidigen konnte, und das wusste er gangenau.

Diese Falschheit ertrug ich nicht. Also lenkte ich mich ab mit Schreiben. Aber immer und immer kamen wieder Sprüche die mich verletzen sollten, wie zum Beispiel: „ Ja, ihr armen Hunde, an euch denkt natürlich wieder einmal niemand, ich lasse euch jetzt in den Garten!“ Mit Betonung ICH. Und dabei hatte er sich Jahre nicht um ein Tier gekümmert, ohne sie zu verziehen.

Für sein Verhältnis, spät ging er dann schlafen. Im Treppenhaus, führte er noch Selbstgespräche die mir noch einmal zeigen sollten was ich wert wahr und dann war ruhe. Mann hörte noch seinen Fernseher in seinem Zimmer und nach kurzer Zeit die Entwarnung, sein schnarchen. Etwas gutes hatte doch seine Sauferei, wenn er schnarchte, dann schlief er auch ganz  sicher tief und fest.

Jetzt konnte ich für Monika Entwarnung geben und es ging auch nicht lange, bis wir uns alle drei in der Küche trafen, uns Kleinigkeiten an essen bunkerten und unseren Bedürfnissen im Badezimmer nach gingen.

Es wahr wohl eine grosse Anspannung bei uns allen, auf jeden Fall bei uns Mädels, denn bei Justin spürte ich wie in so fielen Situationen, seine Kuhle Art.

So schnell als möglich verzogen wir uns wider in unsere Kojen.

Und so sollte sich, genau das, noch Abend für Abend fortsetzen. Den Tag durch, verstauten wir alles was uns gehörte, in Schachteln und am Abend verkrochen wir uns auf unseren Matratzen. Sollte es passieren, das ich doch einmal runter musste, was  einfach nicht zu verhindern wahr,  hatte er immer etwas womit er einen Streit herbei rufen wollte. Es gab auch Abende, wo er mich rief, ich solle runter kommen, da er mit mir etwas besprechen müsse. Das allerbeste und auch beengastigste von Drohungen war, als er mich rief und mir klar zu machen versuchte, dass wenn ich nicht zu seinem Hund schauen würde, den Grossen der Beisser, den einfach weg gäbe, dann sei ich keinen Tag mehr meines Lebens sicher. Im Moment begriff ich nicht was er mir da an den Kopf warf, denn ich musste mich ja so beherrschen das ich nicht laut wurde, denn das hätte die Situation bestimmt nicht verbessert. Ich hatte jedoch nachher genügend Zeit mir jedes Wort noch einmal  durch den Kopf gehen zu lassen.

Das war doch tatsächlich eine Drohung auf mein Leben, und das sollte nicht das letzte mal sein.

Jeden Abend, wenn die Zeit näher rückte, wo er nach Hause kam senkte uns unsere Stimmung, mir war meistens schwerst übel und wir verzogen uns wider auf unser Straflager.

Die Keller fingen sich mit unserem gepackten Eigentum zu füllen. Bis jetzt hatten wir noch keinen unterstand für unsere Habe gefunden.